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Kinder die Fußball spielen

Ob Fußball oder Tennis – Spaß und Erfolg motivieren viele Menschen zum Sport. Distanzsensoren der Serie VDM28 von Pepperl+Fuchs werden nicht nur in der Industrie, sondern mittlerweile auch im Sport eingesetzt. Mit der Pulse Ranging Technology (PRT) wird exakt erkannt, wie schnell man den Lauf oder das Dribbeln auf einem Parcours absolviert hat und welche Steigerung seit dem letzten Training erreicht worden ist.

Was haben ein 100 m Weltrekordläufer wie Usain Bolt und ein Fußballer wie Arjen Robben gemeinsam? Respekt einflößende 37 km/ h Laufgeschwindigkeit! Und wäre dieses – von der FIFA erhobene Ergebnis – nicht ohnehin schon eindrucksvoll, wird es noch getoppt, weil Robben bei dieser Messung bereits 80 Minuten Spielzeit in seinen muskulösen Oberschenkeln hatte.

Purzelbaum schlagen war gestern

Ganz gleich, ob Leichtathlet oder Fußballer – viele Sportlerkarrieren beginnen in der frühen Kindheit. Beste Beispiele: die Fußballprofis, die bei der Weltmeisterschaft im Juni in Russland um Punkte kämpfen. Bei ihnen stehen seit frühster Jugend Ausdauertraining, Sprint und Koordination auf dem Trainingsplan. Dabei sind es gerade die motorischen Fähigkeiten, die bei Kindern heute eher mangelhaft ausgebildet sind. Das berichtet einer, der es wissen muss: Tennistrainer Wolfgang Paes. Der 48-Jährige hat früh beobachtet, dass der gesellschaftliche und technologische Wandel aus Purzelbaum schlagenden Spielplatzrabauken nicht selten Daumenkünstler an der Spielekonsole gemacht hat. „Als Lehrer habe ich deutlich gespürt, dass man mit Tennistraining allein die Kinder nur schwer begeistern kann.“ Und so entwickelte der fünffache Familienvater die sportstation, ein Gerät, das spielerisch die motorischen Fähigkeiten schult und erhebliches Spaßpotenzial hat. Basis war u.a. „Speed4“ – eine Applikation, die der technikbegeisterte Tennisspieler lange vor der sportstation zum Erfolg geführt hatte. 

sportstation. parcours
sportstation. parcours

Durch einen Frontlaser und zwei seitliche, optoelektronische Sensoren sind den Variationen an Laufparcours keine Grenzen gesetzt.


Freiheit auf dem Parcours dank Achsen und Sensorik

Im Jahr 2014 machte sich Paes auf die Suche nach einem Technologieanbieter, der für seine sportstation  die nötige Sensorik liefern sollte – und fand ihn in Pepperl+Fuchs. Das Unternehmen liefert die optoelektronischen Sensoren für die sportstation. Die Funktionsweise ist komplex und trotzdem simpel: Ein Frontlaser und zwei seitliche, optoelektronische Sensoren bilden drei Achsen. Darauf können beliebig viele Messpunkte in einer definierten Reihenfolge festgelegt werden – so ist nahezu jeder beliebige Laufparcours definierbar. Das Beste daran: Strecken und Spiele können komplikationslos und schnell in der Sporthalle oder auf dem Platz umgesetzt werden. Die Kombination aus einfachem Aufbau und intuitiver Bedienung machen die sportstation  zu einem Trainingsgerät, das maximalen Spaß für alle bringt. Auch im Sportunterricht. „Die Kinder von heute sind in ihrem Bewegungsverhalten nicht vergleichbar mit früheren Generationen. Smartphone-Apps und Spielekonsolen trainieren leider oft nur den Daumen. Es braucht also mehr als Sport nach Lehrplan, um den Nachwuchs zu begeistern“, schildert Paes seine Erfahrungen. So entstand die sportstation, die unter Nutzung der optoelektronischen Sensoren von Pepperl+Fuchs zur Marktreife gelangte. 

Spielerische Begeisterung für Ballgefühl und Koordination

„Für mich ist das inzwischen eine Herzensangelegenheit geworden“, resümiert Dragon. „Aus der anfänglichen Geschäftsbeziehung und der Suche nach dem perfekten optoelektronischen Sensor wurde eine freundschaftliche Zusammenarbeit.“ Nicht selten beendeten Kunde Wolfgang Paes und Vertriebsingenieur Patrick Dragon ihre Meetings mit einem Wettlauf auf dem Parcours. Fähigkeiten wie Ballgefühl oder Koordination sind heute (leider) keine intuitive Sache mehr für Kinder. Für jemanden, der – wie Dragon – seine Jugend auf dem Rasen verbracht hat, ist das Motivation genug. Und dies ist das Stichwort für Paes: „Wer Kinder heute motivieren will, muss schnelle Erfolgserlebnisse möglich machen. An der sportstation kann man sofort nach dem Lauf – mit oder ohne Ball – sein Resultat ausdrucken.“ Das reizt, seine Zeit verbessern zu wollen. Sei es, um besser zu sein, als der Mitschüler oder aus der Hoffnung heraus, immer schneller zu werden. Der positive Effekt: Bewegung, Koordinationsvermögen und mehr Ballgefühl. „Bei der Parcours-Gestaltung gibt es keine Grenzen “, erzählt Paes. Und das mache die sportstation mit den Pepperl+Fuchs Sensoren zum Multitalent für den Sportunterricht oder das Training der Zukunft. 

sportstation, Optoelektronische Sensoren, Sensoren, Sensorik,
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(v.l.n.r) Robert Ramholz von Interprobe, Wolfgang Paes, Erfinder der sportstation und Patrick Dragon von Pepperl+Fuchs präsentieren die sportstation.


Zukunftsvision: 100.000 Mietgeräte in den Schulen

Paes steht aktuell mit der Bundesregierung im Dialog. Seine Vision: 100.000 Geräte will er Schulen in den kommenden fünf Jahren zur langfristigen Miete bereitstellen. Damit das für alle Beteiligten auch auf lange Sicht zu einem zukunftsfähigen Modell wird, überlegt das Team, den VDM 28 in Zukunft durch einen anderen Sensor aus dem Hause Pepperl+Fuchs zu ersetzen. Es gäbe neue Alternativen, die genauso zuverlässig die Aufgaben der sportstation erfüllen können, mit denen sich die Baukosten aber senken ließen. Denn Pepperl+Fuchs sowie auch Paes sind sich einig, dass Spaß an der Bewegung und Gesundheiterhaltung nicht monetär motiviert sein sollen. „Es ist wichtig, dass unsere Kinder wieder mehr Spaß an Bewegung haben“, betont Paes. Ex-Fußballer Patrick Dragon ist ganz bei ihm: „Wenn ich irgendwann mal Vater bin und die sportstation in den Schulen Standard ist, wäre das großartig. Dann würde ich den Zettel mit meinen ersten Laufresultaten herausholen und sagen: ‚Schau, so sah das aus, als dein Papa das mitentwickelt hat‘.“